Hoi An – Eine Stadt unter Lampions

Und wieder einmal haben wir den Flieger bestiegen, um uns auf den Weg zu einer weiteren Perle Vietnams zu machen. Es geht nach Hoi An, eine kleine Stadt in der Mitte Vietnams.

Früher einmal eine bedeutende Handelsenklave der Chinesen und Japaner, verlor die Stadt mit der Versandung ihrer Kanäle immer mehr an Bedeutung. Jahrelang verbrachte die kleine Stadt die Zeit in einem Dornröschenschlaf, der ihre Häuser und Gassen von den größten Modernisierungs- und Bauvorhaben verschont ließ.

So kommt es, dass man heute durch das Zentrum Hoi An streifen kann und sich mehrere Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte zurückversetzt fühlt.

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Die Japanische Brücke ist das Wahrzeichen Hoi Ans und trennte früher einmal das Japanische vom Chinesischen Viertel.

Vor allem am Abend entfaltet sich die Atmosphäre Hoi An. Das Zentrum der Stadt, welches übrigens eine der wenigen Fußgängerzonen Vietnams darstellt, füllt sich schlagartig mit Einbruch der Dunkelheit. Während sich tagsüber nur einige sonnenverbrannten Touristen in die drückende Hitze wagen, muss man sich abends zwischen Massen an Touristen und Straßenverkäufern durch die Straßen schieben.

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Doch gerade dadurch kommt eine ungeahnte Lebendigkeit in die alten Gassen. Zahlreiche Cafés laden zum Rasten ein, teilweise mit kleinen Dachterrassen und einmaligem Blick auf den erleuchteten Kanal. Kleine Teelichter treiben zwischen langen Kähnen, während sich die am Ufer konstruierten Lichtfiguren im Wasser spiegeln.

All dies trägt jedoch nicht so elementar zu der einmaligen Atmosphäre bei, wie die tausenden von Lampions die in der ganzen Stadt, jeden Baum, jede Straße und nahezu jedes Haus erstrahlen lassen.

Es gibt sie in den unterschiedlichsten Farben, Mustern und Größen. Die Straßenhändler und Ladenbesitzer haben diesen potentiellen Geschäftszweig auch schnell entdeckt, so dass man in zahlreichen Läden eigene Lampions kaufen kann, um ein bisschen Vietnam mit Nachhause zu bringen.

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Der Blick auf Hoi An nach dem die Sonne untergegangen ist.

Wer jedoch denkt, dass dies alles ist, was man in Hoi An entdecken kann, täuscht sich gewaltig. Die Stadt ist für ihre vielen Schneidereien im ganzen Land bekannt. In diesen kann man sich in weniger als 24 Stunden, nahezu alles, vom Anzug bis hin zum leichten Sommerkleid, maßgeschneidert und preiswert anfertigen lassen. Ein Erlebnis, das jeder, den es einmal nach Hoi Anh verschlägt, unbedingt einmal erleben muss.

Nicht außer Acht gelassen werden sollte auch nicht die nahe Lage der Stadt zur Küste. Das dachten auch wir uns und radelten am Samstag Morgen mit unseren geliehenen Fahrrädern in Richtung Küste. Nach einigen falschen Einschätzungen den richtigen Weg betreffend, fanden wir dann aber doch erfolgreich unseren Weg zum Strand.

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Ein kleiner, privater Fitness-Park, auf den wir währen unserer Radtour stießen.

Und dieser konnte sich wirklich sehen lassen. Heller Sand, türkis blaues Wasser und schattige Liegen unter den meterhohen Palmen. Nach einigen Runden im Meer und einer erfolgreich verzehrten Kokosnuss machten wir uns dann, mit einem leichten Sonnenbrand im Gepäck, aber auch schon wieder in Richtung Hoi An.

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Vietnam hat schwer mit der Erosion des Strandes an seiner Küste zu kämpfen. Eine Methode, um den Vorgang zu verlangsamen sind diese Sandsäcke, die den Strand säumen.

 

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